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Brot in ErinnerungenStand:Als ich ein kleines Mädchen war brachte ein Mann das Brot, er trug es in einem Korb auf seinen Schultern. Er legte jeden morgen eine Strecke von 5-6 km zu Fuss zurück , um die verschiedenen Läden der Umgebung zu versorgen. Es gab keine Bäckereien in der Nähe und es gab auch keine Autos - besser gesagt, es gab schon einige, aber nicht für diesen Zweck. Zu Ostern war es Brauch süsses Brot oder Fladenbrot zu backen (hier heisst das 'focaccia'). Im Dorf gab es nur zwei Holzöfen und deshalb fingen die Vorbereitungen schon Gründonnerstag an, denn alle Familien mussten der Reihe nach ihr eigenes Brot backen. Jede Familie brachte mindestens zwei grosse Körbe voll. Das Brot dauerte dann für 15 Tage. Der Backofen stand im Freien. Um ihn anzuheizen, musste viel dünnes und dürres Holz angeschafft werden. Besonders geeignet dafür waren Reblinge, die schnell verbrannten und nicht viel Asche hinterliessen. Der Hefeteig wurde zu Hause gemacht und zum Gehen in einen naheliegenden Kuhstall getragen. Einige Stunden später wurden die Ostertauben geformt und in jede Taube ein hart gekochtes Ei gesteckt, welches zu Ostern für die Taufkinder bestimmt war. Osterbrot
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