Myhandicap - Hilfe im Internet
                                      von Anne Pöttgen
Sie suchen Unterstützung für Ihr Leben mit einer Behinderung oder schweren Erkrankung – dann sind Sie hier genau richtig! Das ist die Begrüßung auf der Website der Stiftung MyHandycap, die im Jahre 2007 von der internationalen Stiftung gleichen Namens gegründet wurde.


Ein neues Webangebot
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Die Stiftung MyHandicap konzentriert sich auf die Information, Beratung und Motivation von Menschen mit Behinderung und deren Angehörige. Sie versteht sich als Mittler zwischen Menschen, die Unterstützung brauchen und der großen Vielfalt bestehender Organisationen. „Gerade Menschen, die soeben selbst von einer Behinderung betroffen wurden oder sich um ein Familienmitglied sorgen, das eine Behinderung erlitten hat, haben wichtigere Dinge zu tun, als sich auf eine langwierige Suche nach passenden, qualifizierten Informationen zu begeben.“ So das Selbstverständnis der Stiftung.
Die Navigation auf der Website MyHandicap ist leicht, das Menü übersichtlich. Unterseiten werden gezeigt, wenn man den Menüpunkt anklickt.

Warum gerade ich?
Die Menüleiste der Website beginnt folgerichtig mit dem Punkt „Mein neues Leben“ und hier wird als erstes die Frage behandelt: warum gerade ich? Eine Frage, die niemand beantworten kann. Aber auf dieser Seite gibt es gleich die ersten handfesten Hilfen. Unter dem Link „MyHandicap Botschafter“: Zur Zeit – April 2008 – sind gut 40 Botschafter in Deutschland unterwegs, um in Akut- und Reha-Kliniken mit den Möglichkeiten bekannt zu machen, die sich trotz Behinderungen bieten. Die Botschafter sind alle selbst betroffen und ihre Hilfe ist daher umso glaubhafter. Es gibt eine Adressenliste mit Fotos und ein Formular, mit dem man den Besuch eines dieser Botschafter anfordern kann.

Angehörigenseite
Die Veränderung trifft den Betroffenen aber auch seine Angehörigen und Freunde oft unvorbereitet. Da neigt man dazu, in Aktionismus auszubrechen, schon um nicht allzu viel nachdenken zu müssen. Das hat sicher jeder schon einmal erlebt. Verständlich, aber wohl nicht richtig. Auf dieser Seite gibt es Ratschläge, wie man es besser machen kann. Ganz praktische Ratschläge zum Beispiel: Sprechen Sie mit dem Sozialdienst im Krankenhaus oder in der Reha-Klinik.
Auch auf dieser Seite gibt es wieder Links und zwar zur „Klientenbetreuung“ oder „Sprechstunde“. An Wochentagen stehen tagsüber zwei Fachleute am Telefon zur Verfügung, man kann aber auch über E-Mail Fragen stellen.

Gesundheit  und  Seele
In einem Untermenü zu diesem Punkt werden einige Krankheiten aufgeführt, die zu Behinderungen führen. Sie werden ausführlich beschrieben und es wird über Chancen und neue Möglichkeiten informiert. Weiterhin gibt es Auskunft über Heil- und Hilfsmittel, dazu eine Liste mit Links, die zu Websites führen, über die gebrauchte Hilfsmittel erworben werden können.
Auf dieser Seite wird ganz klar gesagt: Die Situation ist nicht mehr zu ändern. Es geht nun darum, für sich selbst das Rezept zu finden, mit der Behinderung zu leben. Dazu wird auf die Seite „Vorbilder“ verlinkt. Auch sie haben natürlich kein Patentrezept für jeden, aber sie geben einen Anstoß, sich darüber klar zu werden, was in dem „neuen Leben“ lebenswert ist.

Beruf und Leben
Zu den Themen berufliche Zukunft, soziale Absicherung, Wohnsituation und rechtliche Situation aber auch Mobilität und Transport wird unter diesem Menüpunkt auf mehreren Seiten Stellung genommen. In einem Forum können diese Fragen diskutiert werden, ein Selbsthilfeforum sozusagen. Daneben gibt es eine Seite, auf der private Nachrichten an andere Mitglieder der Gemeinschaft gesendet werden können. Dazu muss man sich natürlich registrieren lassen
Recht haben und Recht bekommen ist zweierlei, heißt es. Auf der Seite Recht wird über Leistungen der Krankenversicherungen, über Schadensersatz oder Schmerzensgeld berichtet. Konkret sind diese Auskünfte über eine Datenbank zu erfragen. Ein Link zu dieser Datenbank – Rehadat – fehlt allerdings. Sie finden ihn im letzten Abschnitt.

Zusammenleben und Freizeit
Der Sport bietet vielfältige Möglichkeiten, die eigene Fitness zu fördern, aber auch ein Miteinander in der Gruppe zu finden. Darüber wird ausführlich berichtet. Unter den Untermenüpunkten Veranstaltungen sowie Touristik und Reisen gibt es zahlreiche Angebote und eine große Zahl praktischer Hinweise, wie die Reisen bewältigt werden können.

Die Stiftung
Dr. Andreas Schepermann ist Geschäftsführer der Stiftung MyHandicap. Er hat berufliche Erfahrung im Management von Projekten und Produkten für Menschen mit Behinderung. Ihm zur Seite stehen Fachleute, deren Kompetenz ausführlich dargestellt ist auf der Seite „Über uns/ Service & Angebote / Fachexperten“. Ein Link dazu im letzten Abschnitt.
 „Unser ausschließliches Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten, erfüllten Leben zu motivieren und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hierfür zu verbessern.“ Wie wichtig diese Aufgabe ist, konnte ich selbst bei einer Reha—Maßnahme nach einer Wirbelsäulenoperation feststellen. Viele der Mitpatienten waren schon zu der Einsicht gekommen, dass sie eine neue Einstellung zum Leben finden müssten. Und dazu ist professionelle Hilfe dringend nötig. Ein Einstieg dazu kann diese Website sein.

Links
http://www.myhandicap.de
Die Experten:
http://www.myhandicap.de/myhandicap-fachexperten.html
Datenbank:
http://www.rehadat.de/rehadat


 
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